Eine Tubenbelüftungsstörung ist eine eingeschränkte Nasen-/Ohrenbelüftung.
Die Belüftung erfolgt über eine kleine und dünne Röhre. Diese Ohrtrompete (auch Eustachische Röhre oder Tuba Auditiva genannt) verbindet das Mittelohr mit dem Nasen-Rachen-Raum. Liegt eine eingeschränkte oder gestörte Funktion der Eustachischen Röhre vor, spricht man von einer Tubenbelüftungsstörung.
Die Eustachische Röhre (Tuba Auditiva) besteht aus zwei Teilen, einem knöchernen und einem knorpeligen Anteil. Der knorpelige Teil liegt nasenwärts und ist länger als der knöcherne Anteil. Im Normalzustand ist die Tube zum Schutz vor aufsteigenden Infektionen aus dem Nasen- und Rachenbereich geschlossen.
Die Hauptaufgabe der Eustachischen Röhre liegt darin, den Druckausgleich zwischen dem Mittelohr und der Außenwelt zu ermöglichen. Das ist klassischerweise bei Höhenunterschieden, beim Tauchen, Fliegen oder auch beim Fahren von z.B. Bergstraßen nötig. Sie öffnet sich normalerweise beim Schlucken oder Gähnen, um Luft in das Mittelohr zu lassen und den Druck auszugleichen, sodass in den Mittelohren und der Außenwelt immer der gleiche Druck vorliegt.
In der Regel fällt eine Tubenbelüftungsstörung nicht immer sofort auf. Wenn eine Tubenbelüftungsstörung sich bemerkbar macht, ist oftmals ein unangenehmes Druckgefühl auf dem betroffenen Ohr zu bemerken. Zusätzlich können auch Schmerzen auftreten, vor allem beim Schlucken.
Häufige Symptome einer Tubenbelüftungsstörung sind:
Es gibt verschiedene Ursachen, die zu einer Belüftungsstörung der Ohren führen können. Dazu gehören:
Da sich Tubenbelüftungsstörungen meist innerhalb weniger Tage zurückbilden, ist eine Therapie nicht immer zwingend erforderlich. Dennoch können einige Maßnahmen schon von Beginn an eine Erleichterung bringen.
Die Behandlung einer Tubenbelüftungsstörung hängt von der zugrunde liegenden Ursache und der Schwere der Symptome ab. Sie kann von einfachen Maßnahmen bis hin zur operativen Sanierung einer Tubenbelüftungsstörung reichen.
Nicht immer wird eine Ursache einer Tubenbelüftungsstörung gefunden. In diesem Fall geht man von einer beeinträchtigten bzw. einer Unterfunktion der Eustachischen Röhre aus. Diese Unterfunktion kann meist mit einigen Tipps und Tricks behoben werden. Ziel der Therapie ist eine Verbesserung der Tubenfunktion über ein Abschwellen der Nasen- und Tubenschleimhaut und eine Verbesserung der muskulären Tubenöffnung (u.a. Musculus tensor veli palatini).
Folgende Tipps können bei einer Tubenbelüftungsstörung helfen:
Helfen die oben genannten Maßnahmen nicht, kann eine kleine Operation Abhilfe schaffen.
Bei der Ballondilatation wird in Narkose ein Einführinstrument durch die Nase vor die Ohrtrompete geführt und ein kleiner Katheter in die Ohrtrompete eingebracht. Der Ballon wird auf 10 bar aufgeblasen, kurz in der Tube belassen und die „Röhre“ so dauerhaft erweitert.
Eine Tubenbelüftungsstörung ist eine Funktionsstörung der Eustachischen Röhre (Tuba auditiva), auch Ohrtrompete genannt. Diese feine Verbindung zwischen Mittelohr und Nasen-Rachen-Raum sorgt normalerweise für einen Druckausgleich zwischen Mittelohr und Außenwelt und schützt das Mittelohr vor Infektionen. Wenn sie nicht richtig funktioniert, kann sich Luft oder Sekret im Mittelohr sammeln, was zu einem Druckgefühl, Hörproblemen und weiteren Beschwerden führen kann.
Typische Anzeichen einer Tubenbelüftungsstörung sind ein unangenehmes Druckgefühl im Ohr, Ohrenschmerzen und das Gefühl, „verschlagene“ Ohren zu haben. Viele Betroffene berichten von Knacken oder Glucksen beim Schlucken, Hörminderung oder dumpfem Hören wie „unter Wasser“. In manchen Fällen treten auch Ohrgeräusche (Tinnitus), Schwindelgefühle oder Autophonie auf, bei der die körpereigene Geräusche wie die eigene Stimme oder Atmung ungewöhnlich laut wahrgenommen werden.
Eine Tubenbelüftungsstörung kann verschiedene Auslöser haben. Häufig kommt es durch Infekte der oberen Atemwege, chronischen Schnupfen oder Probleme mit den Nasennebenhöhlen zu einer Schwellung der Schleimhaut. Auch Allergien, Adenoide („Polypen“) im Kindesalter, eine behinderte Nasenatmung oder anatomische Besonderheiten wie eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte können die Funktion beeinträchtigen. Seltener liegt die Ursache in einem Tumor, Bestrahlungen von Kopf und / oder Nase oder einem Drucktrauma.
In vielen Fällen klingen die Beschwerden innerhalb weniger Tage von selbst wieder ab. Um die Symptome zu mildern, können Betroffene aber selbst einiges tun. Es ist empfehlenswert, regelmäßig (ca. alle 30 Minuten) einen Druckausgleich durchzuführen, indem man die Nase zuhält und Luft in die Ohren presst, bis ein Knacken zu hören ist. Auch Kaugummikauen, Schlucken oder Gähnen trainieren die Muskulatur und erleichtern das Öffnen der Tube. Das Trinken von viel Flüssigkeit, der Verzicht auf Nikotin und das Schlafen mit leicht erhöhtem Kopf sind weitere hilfreiche Maßnahmen. Bestehen die Probleme länger oder treten starke Schmerzen auf, sollte unbedingt ein HNO-Arzt oder eine HNO-Ärztin aufgesucht werden.
Eine Nasenspülung befeuchtet und pflegt die Schleimhäute und wirkt abschwellend. Dazu wird eine Salzlösung in die Nase gespült, entweder mit einer Nasendusche oder einem speziellen Spülgerät. Man kann fertige Präparate aus der Apotheke verwenden oder selbst eine Lösung herstellen, indem ein Teelöffel Salz in einem Liter Wasser aufgelöst wird. Die Flüssigkeit spült Schleim, Keime und Allergene aus und erleichtert so das Abfließen von Sekret aus Nase und Mittelohr.
Wenn Selbsthilfemaßnahmen nicht ausreichen, kann eine kleine Operation bei einer Tubenbelüftungsstörung helfen. Ein modernes Verfahren ist die Ballondilatation der Eustachischen Röhre: Dabei wird unter Narkose ein kleiner Katheter über die Nase bis zur Ohrtrompete vorgeschoben. Ein Ballon wird kurzzeitig aufgeblasen, um die enge Passage zu erweitern. Dadurch kann die Belüftung des Mittelohres langfristig verbessert und eine normale Funktion wiederhergestellt werden.