Riechstörungen im Allgemeinen werden als Dysosmien bezeichnet.
Je nach Schwere und Art der Riechstörung werden verschiedene Typen unterschieden, die mit unterschiedlicher Häufigkeit auftreten.
Die wichtigsten Formen von Riechstörungen sind:
Vollständiger Verlust des Geruchssinns (Riechverlust), bei dem Betroffene keinerlei Gerüche wahrnehmen können.
Deutlich eingeschränkte, aber nicht gänzlich ausgefallene Geruchswahrnehmung. Patient:innen mit Hyposmie berichten häufig von vermeintlichen Einschränkungen des Geschmackssinns. Das liegt daran, dass es sich bei vielen Geschmackseindrücken tatsächlich um eine Geruchswahrnehmung handelt.
Verzerrte Geruchsempfindung, bei der bekannte Gerüche falsch oder unangenehm wahrgenommen werden.
Eine Form der Parosmie, bei der Gerüche „fälschlicherweise“ als unangenehm wahrgenommen werden.
Olfaktorische Halluzinationen, also wahrgenommene Gerüche ohne äußeren Reiz.
Seltene Form von gesteigerter Geruchsempfindlichkeit, bei der selbst schwache Gerüche intensiv wahrgenommen werden.
Altersbedingte Abnahme des Geruchssinns.
Allgemein gilt:Jede Riechstörung sollte ernst genommen werden und bedarf einer weiteren Abklärung durch einen Facharzt oder eine Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Es kann sich um ein Warnsignal für eine zugrunde liegende, schwerwiegende Erkrankung handeln. Bei HNO21 in Wien-Floridsdorf können Sie Ihren Termin einfach online unter diesem Link vereinbaren.
Der Geschmackssinn ist bei einer Riechstörung in der Regel objektiv nicht beeinträchtigt. Das subjektive Gefühl einer Geschmacksstörung ist dabei nur durch die bestehende Riechstörung vorgetäuscht – denn viele Geschmackseindrücke werden gar nicht im Mund geschmeckt, sondern entstehen durch das sogenannte retronasale Riechen. Damit bezeichnet man die Geruchswahrnehmung von Aromastoffen, die beim Kauen oder Trinken aus dem Mundraum über den Rachen in die Nase gelangen und dort den Eindruck von Geschmack mitbestimmen.
Beeinträchtigungen des Geruchs- und Geschmackssinns während bzw. nach einer SARS-CoV-2-Infektion sind bekannt: Die Symptome treten meist nach wenigen Tagen auf und betreffen je nach Variante etwa jeden zweiten Infizierten.
Bei 9 von 10 Betroffenen regeneriert sich der Geruchssinn innerhalb weniger Wochen. Ist keine Besserung feststellbar, sollte ein HNO-Arzt oder eine HNO-Ärztin aufgesucht werden.
Der Anteil an Menschen mit Riechstörungen bzw. einem beeinträchtigten Geruchssinn beträgt zwischen 3 und 20 Prozent in der Bevölkerung. Riechstörungen können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden und die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken.
Je nachdem, wo die Ursache liegt, unterscheidet man zwischen sinunasalen und nicht-sinunasalen Riechstörungen.
Bei HNO21 können alle Riechstörungen diagnostiziert und deren Ursache bestimmt werden, um einen individuell angepassten Behandlungsplan zu erstellen.
Die folgenden Untersuchungen sind bei der Abklärung von Riechstörungen ratsam:
Bei den Geruchstests stehen subjektive und objektive Verfahren zur Verfügung. Sollte sich bei der Untersuchung eine Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) zeigen, so muss diese entsprechend behandelt werden.
Die Besserungstendenz ist abhängig von Ursache und Grad der Schädigung der Riechzellen. Die besten Chancen für eine Regeneration der Riechnerven bestehen im ersten Jahr nach Erkrankungsbeginn, wobei sich auch Therapieerfolge nach längerer Erkrankungsdauer einstellen können.
Es gibt einige Ansätze zur Therapie von Riechstörungen, die einen positiven Effekt haben können.
Im Mittelpunkt stehen Behandlungsmaßnahmen, welche die Regeneration der Riechnerven begünstigen. Zu diesen zählen die Gabe von Kortison, Alpha-Liponsäure, Vitamin A, B und E. Teilweise sind diese Medikamente zur lokalen Therapie geeignet. Weiters ist ein konsequentes Riechtraining sinnvoll. Auch alternative Ansätze existieren und konnten in Einzelfällen eine gute Wirksamkeit zeigen.
Eine Riechstörung (Dysosmie, engl. olfactory dysfunction) ist eine Störung des Geruchssinns. Der Begriff umfasst alle Formen von Riechstörungen. Am häufigsten suchen Menschen mit verminderter Geruchsempfindlichkeit (Hyposmie) oder einem vollständigen Verlust des Riechvermögens (Anosmie) HNO-ärztliche Hilfe. Für Betroffene ist die eingeschränkte Wahrnehmung von Gerüchen im Alltag meist sehr belastend.
Es gibt unterschiedliche Ursachen, die eine Riechstörung auslösen können. Oft treten Riechstörungen während oder nach Infekten der oberen Atemwege auf. Auch Verletzungen, Allergien, Medikamente, Umweltfaktoren oder chronische Erkrankungen können einer Störung des Geruchssinns zugrunde liegen. Zudem ist es normal, dass die Riechfähigkeit mit zunehmendem Alter abnimmt.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Riechstörung. In Frage kommt zum Beispiel eine medikamentöse Therapie (Gabe von Kortison, Alpha-Liponsäure, Vitamin A, B und E) und konsequentes Riechtraining. Wichtig ist, dass mit der Behandlung so früh wie möglich begonnen wird: Im ersten Jahr nach Erkrankungsbeginn stehen die Chancen für eine Regeneration der Riechnerven am besten.
Der Geschmackssinn ist bei einer Riechstörung meist nicht direkt betroffen. Durch die Schädigung des Geruchssinns kommt es aber zu einer Störung der Feinwahrnehmung während des Essens: Diese würde im gesunden Zustand über die Riechschleimhaut erfolgen. Die Grundwahrnehmungen süß, salzig, bitter, sauer und umami können von den meisten Betroffenen auch weiterhin unterschieden werden.
Wenn die Riechstörung in Folge einer Infektion der oberen Atemwege auftritt, erholt sich der Geruchssinn meist bald wieder. Nach einer COVID-19 Infektion passiert das bei 9 von 10 Betroffenen innerhalb der ersten wenigen Wochen. Bei anderen Ursachen kommt es darauf an, wie gut und rasch das zugrunde liegende Problem behandelt werden kann. Wichtig ist auf jeden Fall, so früh wie möglich mit der Behandlung zu beginnen.
Ein Besuch beim HNO-Arzt oder der HNO-Ärztin ist ratsam, wenn eine Riechstörung sehr plötzlich und ohne erkennbare Ursache auftritt, nach einer Infektion lange anhält oder mit anderen belastenden Symptomen einhergeht. Einen Termin können Sie bei HNO21 einfach online vereinbaren. Im Zweifelsfall gilt: Lieber zu früh als zu spät ärztliche Hilfe suchen. Insbesondere bei einer Riechstörung ist wichtig, die Behandlung früh zu beginnen.