Unsere Nase ist ein Multitalent! Ganz unscheinbar leistet sie täglich wartungsfrei Höchstleistungen: Sie erwärmt, befeuchtet und reinigt Tag für Tag tausende Liter Luft. Um diese Funktionen erfüllen zu können, ist ein ausreichender Luftdurchfluss essenziell. Schon kleinste Störungen in diesem Gleichgewicht können zu einer Nasenatmungsbehinderung führen, die das Wohlbefinden der Betroffenen stark beeinträchtigen kann.
Was Sie – abhängig von der jeweiligen Ursache – tun können, um wieder frei durchzuatmen, erfahren Sie in diesem Artikel.
Typische Formveränderungen sind z. B. die Nasenscheidewandverkrümmung oder auch die knöchern-knorpelige Schiefnase. Entzündungen können von einer akuten Entzündung der Nasenschleimhaut (Schnupfen) bis zu lang andauernden chronischen Entzündungen mit der Ausbildung von Nasenpolypen reichen. Selten können auch Tumore die Nase verlegen und die Nasenatmung beeinträchtigen.
Die Folgen einer langfristigen Nasenatmungsbehinderung sollten nicht unterschätzt werden. Wird die Behinderung der Nasenatmung nicht therapiert, kann das Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben. Häufig kommt es zum Beispiel zu:
Zu Beginn steht die Diagnostik. Im Rahmen der Abklärung erfolgt eine symptomorientierte Anamnese durch Ihren HNO-Arzt oder Ihre HNO-Ärztin. Dabei wird unter anderem auf die Dauer, tages- und jahreszeitliche Unterschiede, Unterschiede bei körperlicher Belastung und auf eine mögliche Seitendifferenz der Beschwerden eingegangen.
Ebenso wichtig sind Fragen nach begleitenden Symptomen wie etwa Nasenbluten, Krusten, Riechstörungen, Sekretion, Entzündungen, Voroperationen, Erkrankungen, Medikamenteneinnahme oder Schmerzen im Gesichts- und Kopfbereich. Bei der Untersuchung selbst wird die Nase äußerlich und innerlich ausführlich untersucht.
Im Rahmen der Begutachtung der Nase werden zunächst äußerlich die knöchern-knorpeligen Strukturen bei ruhiger und verstärkter Atmung inspiziert. Größenverhältnisse, Schiefstände und Formveränderungen sind damit einfach abzuklären. Idealerweise sollte bei der Beurteilung der inneren Nase zusätzlich eine Endoskopie der Nase (Nasenendoskopie und Nasennebenhöhlenendoskopie) erfolgen. Es können dabei sämtliche Strukturen bis hin zu den Eingängen der Nasennebenhöhlen begutachtet werden.
Weiterführende Untersuchungen wie ein Allergietest, spezielle Röntgenaufnahmen bzw. Bildgebung, ein Geruchstest, ein Schlafscreening (Polygraphie) sowie Nasendurchflussmessungen können bei speziellen Fragestellungen im Rahmen der Abklärung einer Nasenatmungsbehinderung angezeigt sein.
Nach der Diagnose wird, abhängig von der Ursache für die Nasenatmungsbehinderung, ein individueller Behandlungsplan erstellt.
Grundsätzlich unterscheiden sich die Therapieansätze je nachdem, ob es sich um eine vorübergehende, akute Symptomatik oder eine chronische Nasenatmungsbehinderung handelt. Im Vordergrund steht die Behandlung der Ursache. Veränderungen ohne Beschwerden müssen meist nicht behandelt werden, können aber trotzdem HNO-ärztlich abgeklärt werden.
Die Therapiemöglichkeiten bei einer Nasenatmungsbehinderung reichen von einfachen Hausmitteln über Allergiebehandlungen bis zu Operationen wie einer Septumplastik, einer Septorhinoplastik oder einer Nasennebenhöhlen-OP (FESS). Bei wiederkehrenden Nasenpolypen kann eine Therapie mit Antikörpern sinnvoll sein. Gerne ist Ihnen das Team von HNO21 in Wien dabei behilflich, die ideale Therapie zu finden.
Eine gesunde Nasenschleimhaut ist wichtig, da sie eine Barriere zur Außenwelt darstellt. Sie befördert Erreger durch Flimmerhärchen nach außen. Sie erwärmt, reinigt und befeuchtet täglich tausende Liter Luft. Um dies zu ermöglichen, ist die Nasenschleimhaut mit feinen Adern und Venen durchzogen.
Besonders in trockenen, geheizten (Winter) oder klimatisierten (Sommer) Räumen bedeutet dies Schwerarbeit für unsere Nasen. Doch ist die Schleimhaut angegriffen, haben Bakterien, Viren und Pollen ein leichtes Spiel. Um ein Austrocknen unter dieser Belastung zu verhindern, sollte ausreichend Flüssigkeit zugeführt werden.
Zur Vorbeugung können ebenso befeuchtende und pflegende Präparate verwendet werden.
Hierzu empfehlen sich:
Es ist wichtig zu beachten, dass Mundatmung in bestimmten Situationen, wie bei intensiver körperlicher Anstrengung oder wenn die Nasenatmung aufgrund einer Verstopfung nicht möglich ist, vorübergehend auftreten kann.
Chronische Mundatmung sollte jedoch beachtet und gegebenenfalls behandelt werden, um mögliche gesundheitliche Probleme zu vermeiden. Wenn Sie oder Ihr Kind häufig durch den Mund atmen, sollten Sie einen Arzt oder einen Fachmann für Atemtherapie konsultieren, um die Ursachen zu klären und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Nasenatmung zu fördern.
Mundatmung kann in bestimmten Situationen problematisch sein, insbesondere wenn sie chronisch oder über einen längeren Zeitraum hinweg auftritt.
Hier sind einige Gründe, warum Mundatmung problematisch sein kann:
Zu den häufigsten Auslösern einer Nasenatmungsbehinderung zählen anatomische Veränderungen wie eine Nasenscheidewandverkrümmung, Veränderungen der Nasenmuscheln, Allergien, Störungen der Gefäßregulation in der Nasenschleimhaut sowie akute oder chronische Entzündungen der Nase oder der Nasennebenhöhlen (Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung). Auch Nasenpolypen oder – in seltenen Fällen – Tumorbildungen können die Atmung erschweren.
Ein Besuch beim HNO-Arzt oder der HNO-Ärztin ist ratsam, wenn Sie unter vermehrter Tagesmüdigkeit, verminderter Konzentrations- oder Leistungsfähigkeit, vermehrter Mundatmung, einem gestörten Geruchssinn, häufigem Nasenbluten, Kopf- oder Gesichtsschmerzen oder chronischem Hustenreiz leiden.
Die Abklärung beginnt mit einer ausführlichen Anamnese: Dauer, tageszeitliche und saisonale Schwankungen sowie Belastungsabhängigkeit werden besprochen. Wichtig sind auch Begleitsymptome wie Nasenbluten, Riechstörungen oder Krustenbildung. Anschließend folgt eine gründliche äußere und innere Untersuchung – idealerweise einschließlich einer Nasenendoskopie. Weiterführende Tests wie Allergietest, Bildgebung, Geruchstest, Schlafscreening oder Nasendurchflussmessung können je nach Fragestellung hinzugezogen werden.
Die Therapie richtet sich nach Ursache und Schweregrad der Nasenatmungsbehinderung. Bei leichten oder akuten Beschwerden können konservative Maßnahmen wie Nasenspülung, pflegende Nasensprays oder ggf. medikamentöse Behandlung (z. B. bei Allergien) ausreichen. Bei anatomischen Veränderungen oder chronischem Verlauf können operative Eingriffe wie Septumplastik, Septorhinoplastik oder endoskopische Nasennebenhöhlenoperation (FESS) sinnvoll sein. Bei wiederkehrenden Nasenpolypen kann der Einsatz von Antikörpern sinnvoll sein.
Zur Selbsthilfe eignen sich befeuchtende und pflegende Maßnahmen: Nasensprays mit Dexpanthenol oder Sole, regelmäßige Nasenspülungen und pflegende Nasensalben unterstützen die Schleimhautfunktion. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, um ein Austrocknen der Schleimhäute zu verhindern.
Chronische Mundatmung umgeht die natürlichen Schutzfunktionen der Nase. Sie führt zu einem trockenen Mund, erhöht das Risiko für Infekte, stört den Schlaf und kann bei Kindern das Wachstum von Gesichts- und Mundstrukturen negativ beeinflussen, zum Beispiel durch Zahnfehlstellungen.