Laryngitis (Kehlkopfentzündung)

Ursachen & Behandlung in Wien

Das Wichtigste zur Kehlkopfentzündung in Kürze

  • Eine Kehlkopfentzündung, auch Laryngitis genannt, ist eine akute, subakute oder chronische Entzündungsreaktion der Kehlkopfschleimhaut.
  • Zu den klassischen Symptomen einer Kehlkopfentzündung zählen Heiserkeit, Stimmveränderungen bis Stimmverlust, rauer bellender Husten, Halsschmerzen und gelegentlich Atemnot. Vor allem Halsschmerzen und Heiserkeit werden oft als sehr belastend empfunden.
  • Die akute Laryngitis wird meist durch eine Virusinfektion der oberen und mittleren Atemwege ausgelöst.
  • Die akute Kehlkopfentzündung ist auch ansteckend.
  • Die Behandlung einer Laryngitis erfolgt abhängig von der jeweiligen Ursache. Bei einer akuten Kehlkopfentzündung in Folge einer Erkältung können Maßnahmen wie Stimmschonung, entzündungshemmende Medikamente und Inhalation helfen. Bei einer chronischen Kehlkopfentzündung ist das Meiden auslösender Reize wie Rauch, Alkohol und schadstoffbelasteter Luft entscheidend.
  • Bei bestimmten chronischen Veränderungen, etwa einem Reinke-Ödem mit Stimmband-Schwellung, kann auch eine Operation sinnvoll sein.

Welche Ursachen gibt es für eine akute Laryngitis?

Häufig tritt eine Kehlkopfentzündung am Boden einer Erkältung oder im Rahmen eines respiratorischen Infektes auf. Hierbei sind meist die typischen Atemwegsviren die Auslöser und verursachen eine Entzündung im Bereich von Nase, Nasennebenhöhlen, Mund, Rachen oder Halsbereich. Diese Viren werden in der Regel über Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen.

Nur in seltenen Fällen wird eine akute Kehlkopfentzündung durch Bakterien verursacht.

Auch kann eine Infektion im Rahmen eines Schnupfens (Rhinitis) oder einer Rachenentzündung (Pharyngitis) weiter in Richtung Kehlkopf (Larynx) fortgeleitet werden.

Neben diesen Ursachen kann sich eine Corona-Infektion auch einmal nur durch Schmerzen im Halsbereich und durch eine lästige Heiserkeit äußern.

Risikofaktoren​

Raucher:innen und Menschen mit viel Kontakt zu verschmutzter Luft erkranken häufiger an einer Kehlkopfentzündung, da bei ihnen die Schleimhaut in Hals und Kehlkopf bereits vorgeschädigt ist und eingeatmete Erreger leichter eindringen können.

Weitere Risikofaktoren sind ein geschwächtes Immunsystem oder vermehrte Mundatmung durch z. B. eine behinderte Nasenatmung. Ist die Umgebungsluft noch dazu verraucht oder trocken, steigt das Risiko weiter an. Diese Veränderungen am Kehlkopf nennt man dann einen nicht-entzündlichen Reizzustand.

Um einer Laryngitis vorzubeugen, sollten Sie daher auf eine freie Nasenatmung achten, denn nur durch die Nase eingeatmete Luft ist ausreichend, gereinigt, erwärmt und befeuchtet. Gerne kann Ihnen Ihr HNO-Arzt oder Ihre HNO-Ärztin bei Fragen behilflich sein.

Chronische Kehlkopfentzündung: Überbeanspruchung des Kehlkopfs

Im Gegensatz zur akuten Kehlkopfentzündung (Laryngitis) werden chronische Kehlkopfentzündungen meist durch eine länger dauernde Reizung der Schleimhäute verursacht. Auch hierfür sind Schmerzen und Heiserkeit meist die Kardinalsymptome.

Häufige Ursachen

  • Die Schleimhautreizung kann durch verschmutzte oder rauchige Luft, aber auch durch unverhältnismäßig hohen Alkohol- oder Nikotinkonsum begünstigt oder sogar hervorgerufen werden.
  • Ein Risikofaktor für eine chronische Entzündung ist auch eine vermehrte Mundatmung. Dies ist vor allem der Fall, wenn die Nasenatmung, wie etwa durch eine schiefe Nasenscheidewand, beeinträchtigt ist. Die eingeatmete Luft wird dabei nicht wie üblich über die Nase erwärmt, befeuchtet und gereinigt, sondern gelangt über den Mund direkt zum Kehlkopf (Larynx).
  • Auch ein Reflux (Rückfluss von Magensaft über die Speiseröhre in den Kehlkopf) kann zu einer chronischen Entzündung führen.
  • Selten können auch Systemerkrankungen wie eine Tuberkulose, Syphilis oder Sarkoidose eine Kehlkopfbeteiligung (Kehlkopfentzündung) zeigen.

Symptome einer Kehlkopfentzündung

Wann muss man mit Heiserkeit zum Arzt?

Die Heiserkeit wird bei einer Laryngitis in der Regel durch eine entzündungsbedingte Schwellung und Verdickung der Stimmbänder verursacht. Diese ist auf die verminderte Schwingungsfähigkeit und gelegentlich auch durch einen inkompletten Stimmlippenschluss zurückzuführen. Ihr Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder Ihre Hals-Nasen-Ohren-Ärztin kann dies im Rahmen einer speziellen Untersuchung – der Kehlkopfspiegelung (auch Laryngoskopie genannt) – nachweisen.

Wenn Beschwerden länger als 12 Wochen bestehen bleiben, wird von einer chronischen Kehlkopfentzündung gesprochen. Falls sich keine Besserung der Heiserkeit einstellt, sollte man die Beschwerden HNO-ärztlich abklären lassen.

Alle Symptome einer Kehlkopfentzündung auf einen Blick:

Wie diagnostiziert der HNO Arzt eine Laryngitis?

Eine Kehlkopfentzündung (Laryngitis) wird vom HNO-Arzt oder der HNO-Ärztin sorgfältig und präzise diagnostiziert, um die passende Behandlung einzuleiten.

Der erste Schritt ist ein ausführliches Patient:innengespräch (Anamnese). Hierbei erfragt der Arzt oder die Ärztin wichtige Informationen, wie etwa die Art und Dauer der Beschwerden. Besonders relevant sind dabei Symptome wie Heiserkeit, Halsschmerzen, Schleim im Hals oder ein Fremdkörpergefühl im Hals.

Im Zuge der Anamnese werden auch weitere Faktoren analysiert: Rauchverhalten (aktiv und passiv), berufliche Belastungen (z. B. häufiges Sprechen oder Singen), Ernährungsgewohnheiten, sowie eingenommene Medikamente und bestehende Vorerkrankungen. Diese Details helfen, mögliche Ursachen der Kehlkopfentzündung einzugrenzen.

Anschließend führt der HNO-Arzt oder die HNO-Ärztin eine Kehlkopfspiegelung (Laryngoskopie) durch. Mithilfe eines speziellen Instruments kann er oder sie den Kehlkopf und die Stimmbänder genau betrachten. Diese Untersuchung liefert in der Regel schnell Klarheit über Entzündungen, Schleimhautveränderungen oder andere Auffälligkeiten.

Dank der Kombination aus gezielter HNO-Anamnese und moderner Diagnosetechniken können Expert:innen die Ursache der Kehlkopfentzündung rasch und effektiv erkennen – eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung.

Wie diagnostiziert der HNO-Arzt eine Laryngitis?

Eine Kehlkopfentzündung (Laryngitis) wird vom HNO-Arzt oder der HNO-Ärztin sorgfältig und präzise diagnostiziert, um die passende Behandlung einzuleiten.

Der erste Schritt ist ein ausführliches Patient:innengespräch (Anamnese). Hierbei erfragt der Arzt oder die Ärztin wichtige Informationen, wie etwa die Art und Dauer der Beschwerden. Besonders relevant sind dabei Symptome wie Heiserkeit, Halsschmerzen, Schleim im Hals oder ein Fremdkörpergefühl im Hals.

Im Zuge der Anamnese werden auch weitere Faktoren analysiert: Rauchverhalten (aktiv und passiv), berufliche Belastungen (z. B. häufiges Sprechen oder Singen), Ernährungsgewohnheiten, sowie eingenommene Medikamente und bestehende Vorerkrankungen. Diese Details helfen, mögliche Ursachen der Kehlkopfentzündung einzugrenzen.

Anschließend führt der HNO-Arzt oder die HNO-Ärztin eine Kehlkopfspiegelung (Laryngoskopie) durch. Mithilfe eines speziellen Instruments kann er oder sie den Kehlkopf und die Stimmbänder genau betrachten. Diese Untersuchung liefert in der Regel schnell Klarheit über Entzündungen, Schleimhautveränderungen oder andere Auffälligkeiten.

Dank der Kombination aus gezielter HNO-Anamnese und moderner Diagnosetechniken können Expert:innen die Ursache der Kehlkopfentzündung rasch und effektiv erkennen – eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung.

Therapie

Wenn eine Kehlkopfentzündung durch eine Erkältung bedingt ist, sollte die Stimme dahingehend geschont werden, dass nicht zu lange und zu laut gesprochen wird, sondern in normaler Lautstärke. Entzündungshemmende Medikamente und Inhalationstherapien können sinnvoll sein. Bei einer chronischen Kehlkopfentzündung besteht die Therapie in der Vermeidung der schädigenden Auslöser (Noxen) wie Alkohol, Rauch bzw. schadstoffbelasteter Atemluft.

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt einige Verhaltens- und Pflegemaßnahmen, die Sie selbst tun können, um Ihre akute Kehlkopfentzündung positiv zu beeinflussen.

  • Ganz wichtig ist es, die Stimme zu schonen und durch Beanspruchung die Stimmbänder nicht noch weiter zu schädigen.
  • Dazu gehört auch das Meiden von Alkohol, Zigaretten und von verrauchten oder staubigen Räumen.
  • Reden Sie weniger. Vermeiden Sie zu lautes, aber auch zu leises Sprechen. Insbesondere sollten Sie nicht flüstern, da dies für Ihre Stimmbänder eine besondere Belastung darstellt.
  • Bevorzugen Sie warme, nicht zu heiße Getränke. Verzichten Sie auf kalte und / oder kohlensäurehaltige Getränke.
  • Warme Halswickel sind in der Lage, die Durchblutung anzuregen und die Heilung rascher herbeizuführen.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Besonders geeignet sind Salbei- und Eibischtee, diese wirken desinfizierend bzw. schleimhautabschwellend. Dadurch wird die gereizte Schleimhaut feucht gehalten und die Schleimhautoberfläche kann sich darunter wieder erholen.
  • Sorgen Sie für eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit. Dies gilt insbesondere in geheizten Räumen im Winter.
  • Neben diesen Maßnahmen gibt es eine Reihe von Pflegeprodukten, die sich wie ein Schutzfilm über die gereizte Oberfläche legen und die Heilung anregen.
  • Eine weitere Möglichkeit ist das Tragen einer FFP2-Maske in den Herbst- und Wintermonaten. Die Übertragungswahrscheinlichkeit von Viren und Bakterien kann damit zumindest deutlich reduziert werden und die lästige Heiserkeit bleibt aus.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei einer Entzündung für den HNO-Arzt?

Unter Umständen können bei der Therapie der chronischen Kehlkopfentzündung auch Operationen zielführend sein. Eine derartige Option besteht für den HNO-Arzt oder die HNO-Ärztin, wenn z. B. eine chronische Schwellung der Stimmbänder vorliegt. Dies wird auch als Reinke-Ödem bezeichnet. Bei einer Operation wird das eingedickte Ödem vorsichtig abgesaugt und die Stimmqualität damit wieder verbessert.

Was ist Pseudokrupp?

Bei einem Pseudokrupp-Anfall tritt bellender Husten in Verbindung mit Atemnot auf. Ausgelöst werden Pseudokrupp-Anfälle durch eine entzündliche Schwellung der Schleimhaut im Kehlkopfbereich. Die Atemwege sind durch die Schwellung eingeengt und Husten in Verbindung mit Atemnot kann auftreten. Das Hustengeräusch hört sich klassischerweise trocken und bellend an. Gerne sind diese Anfälle mit Heiserkeit und einem zu beobachtenden Einatemgeräusch kombiniert. Ursächlich ist meist ein gewöhnlicher, meist viraler, Infekt der oberen Atemwege. Am anfälligsten sind Kinder zwischen dem 1. und 3. Lebensjahr.

Wichtig bei einem Pseudokrupp-Anfall ist Ruhe zu bewahren und das Kind zu beruhigen. Öffnen Sie das Fenster, sorgen Sie für ausreichend kühle und frische Luft. Sollte sich nicht gleich eine Besserung einstellen, sollte (not-)ärztliche Hilfe geholt werden.

Häufige Fragen zur Kehlkopfentzündung

Ist eine Kehlkopfentzündung ansteckend?

Eine Kehlkopfentzündung (Laryngitis) ist nur dann ansteckend, wenn sie durch Viren oder Bakterien verursacht wird. In diesen Fällen erfolgt die Übertragung meist durch Tröpfcheninfektion beim Husten, Sprechen oder Niesen. Besonders infektiös sind akute Laryngitiden, während chronische Formen in der Regel nicht ansteckend sind. Gute Hygienemaßnahmen wie Händewaschen und das Vermeiden von engem Kontakt zu Erkrankten können das Risiko einer Ansteckung deutlich reduzieren.

Typische Symptome für eine Kehlkopfentzündung sind Heiserkeit, Halsschmerzen, trockener Husten, ein Fremdkörpergefühl im Hals, Halskratzen, Räusperzwang sowie gelegentlich Fieber oder Atemnot. Die Stimme kann schwächer oder sogar völlig verschwunden sein. Eine genaue Diagnose stellt der HNO-Arzt mithilfe der Kehlkopfspiegelung (Laryngoskopie).

Eine akute Kehlkopfentzündung dauert in der Regel meist nicht länger als ein bis zwei Wochen. Bei richtiger Schonung und unterstützender Behandlung heilt sie meist folgenlos ab. Bestehen die Beschwerden länger als 3 Monate, spricht man von einer chronischen Laryngitis.

Was kann man bei einer Kehlkopfentzündung tun?

Damit eine Kehlkopfentzündung schnell abheilt, ist die konsequente Schonung der Stimme wichtig. Unterstützend wirken warme Getränke, Inhalationen, eine hohe Luftfeuchtigkeit und das Meiden von Rauch oder trockener Luft. In manchen Fällen sind entzündungshemmende Medikamente oder eine ärztlich verordnete Therapie notwendig. Zudem sollten Betroffene viel trinken.

Bei einer Kehlkopfentzündung können bestimmte Hausmittel Linderung verschaffen – zum Beispiel warme Tees (z. B. Salbei, Eibisch), Halswickel oder das Inhalieren mit Salz oder Kamille. Auch die Stimme sollte geschont werden: Wichtig ist, auf zu lautes Sprechen, aber auch auf Flüstern zu verzichten und keine reizenden Substanzen wie Alkohol oder Zigaretten zu konsumieren.

Typische Symptome eines Pseudokrupp-Anfalls sind plötzlich auftretender, bellender Husten, Heiserkeit, ein pfeifendes Einatemgeräusch (Stridor) und Atemnot – meist in den Nachtstunden. Betroffen sind vor allem Kleinkinder zwischen dem 1. und 3. Lebensjahr. Oft geht ein viraler Infekt der oberen Atemwege voraus.

Bei einem Pseudokrupp-Anfall ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und das betroffene Kind zu beruhigen. Frische, kühle Luft – zum Beispiel am offenen Fenster oder Balkon – kann beruhigend wirken. Sollte sich die Atmung nicht bessern oder das Kind stark beeinträchtigt wirken, sollte ein Arzt oder der Notdienst verständigt werden.

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