Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)

Symptome, Behandlung & Tipps vom HNO-Arzt

Das Wichtigste zur Sinusitis in Kürze:

  • Die Nasennebenhöhlen sind luftgefüllte Hohlräume im Gesichtsschädel, die mit Schleimhaut ausgekleidet sind. Diese bildet Sekret, das über die Abflussöffnungen in die Nase gelangt. So unterstützen die Nasennebenhöhlen die natürliche Reinigung und Befeuchtung der oberen Atemwege.
  • Wenn dieses fein abgestimmte System aus Belüftung und Sekretabfluss ins Ungleichgewicht gerät, kann eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) entstehen. Oft passiert das, wenn bei einem Schnupfen (Rhinitis) die Schleimhaut anschwillt und die Abflussöffnungen verengt sind.
  • Typische Symptome einer Nebenhöhlenentzündung sind eine verstopfte Nase, Kopfschmerzen und Druckgefühle im Gesicht sowie vermehrter oder anhaltender Schleimausfluss. Auch Kopf- und Gesichtsschmerzen, ein eingeschränkter Geruchs- und Geschmackssinn sowie Müdigkeit und Abgeschlagenheit werden von vielen Betroffenen bemerkt.
  • Es wird zwischen akuten und chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen unterschieden. Je nachdem, welche Nebenhöhle betroffen ist, spricht man zum Beispiel von einer Stirnhöhlenentzündung oder einer Kieferhöhlenentzündung.
  • Bei HNO21 setzen wir auf moderne, ganzheitliche Diagnose- und Therapieansätze zur Behandlung einer Sinusitis, die individuell auf die Bedürfnisse der Patient:innen abgestimmt ist. Unser Ziel ist es, Ihnen rasch Linderung zu verschaffen, Ihre Lebensqualität zu verbessern und langfristig erneute Entzündungen der Nasennebenhöhlen zu verhindern.

Ursachen: Wie entsteht eine Nasennebenhöhlenentzündung?

Eine Entzündung der Nasennebenhöhlen entsteht häufig als Folge einer Erkrankung wie eines unbehandelten Schnupfens (Rhinitis), allergischer Reaktionen oder anatomischer Besonderheiten. Nasenpolypen – gutartige Schleimhautwucherungen, oft einfach als Polypen in der Nase bezeichnet – können die Belüftung der Nebenhöhlen erschweren. Dies fördert chronische Nebenhöhlenentzündungen, da Schleim und Erreger nicht mehr ungehindert abfließen können.

Typische Symptome

Formen der Nasennebenhöhlenentzündung

Entzündete Nasennebenhöhlen, entzündete Nebenhöhlen, entzündete Nasennebenhöhlen, Sinusitis – all diese Begriffe beschreiben letztlich das gleiche Problem: Die gereizten Schleimhäute sind geschwollen, die Belüftung ist gestört und ein idealer Nährboden für Bakterien entsteht. So kommt es zu verstopften Nasennebenhöhlen.

Es wird zwischen verschiedenen Formen der Sinusitis unterschieden:

Akute Nasenneben-höhlenentzündung (akute Sinusitis)

Eine akute Nasennebenhöhlenentzündung entwickelt sich meist innerhalb weniger Tage nach einem viralen Infekt. Bei einem bakteriellen Infekt zeigt sich meist das typische putride Sekret (eitriger Ausfluss) aus dem mittleren Nasengang.

Chronische Nasenneben-höhlenentzündung (chronische Sinusitis)

Eine chronische Entzündung der Nebenhöhlen hält länger als 12 Wochen an und ist häufig auf persistierende Entzündungsprozesse oder eine Allergie zurückzuführen. Polypen in der Nase können die Situation verschlimmern.

Spezielle Formen der Nebenhöhlenentzündung

Im menschlichen Schädel gibt es vier verschiedene Arten von Nasennebenhöhlen. Je nachdem, welche davon von einer Entzündung betroffen ist, wird zwischen speziellen Formen der Sinusitis unterschieden:

  • Sinusitis frontalis – Entzündung der Stirnhöhlen: Sie macht sich meist durch Druck- oder Schmerzgefühl im Bereich der Stirn bemerkbar, oft verstärkt beim Vorbeugen. Die Stirnhöhlen sind vergleichsweise groß, und wenn der Abfluss durch Schwellung blockiert ist, entsteht schnell ein deutlicher Druck.
  • Sinusitis maxillaris – Entzündung der Kieferhöhlen: Diese Form verursacht oft Schmerzen im Wangenbereich oder Oberkiefer, die bis in die Zähne ausstrahlen können. Häufig tritt sie nach Erkältungen auf, manchmal auch im Zusammenhang mit Zahnwurzelentzündungen.
  • Sinusitis ethmoidalis – Entzündung der Siebbeinzellen: Die Siebbeinzellen liegen zwischen Nase und Augen. Eine Entzündung in diesem Bereich kann zu Schmerzen oder Druckgefühl zwischen den Augen führen. Oft tritt sie zusammen mit anderen Nebenhöhlenentzündungen auf, da die Siebbeinzellen in der Mitte des Nebenhöhlensystems liegen.
  • Sinusitis sphenoidalis – Entzündung der Keilbeinhöhle: Die Keilbeinhöhle liegt tief im Schädel hinter den Augen und ist eher selten von Entzündungen betroffen. Typische Symptome sind tief sitzende Kopfschmerzen, die manchmal bis in den Hinterkopf oder Scheitel ausstrahlen.
  • Pansinusitis – Entzündung aller Nasennebenhöhlen: Sie entsteht meist durch eine ausgedehnte Infektion der oberen Atemwege und führt zu einer Kombination der Beschwerden aller oben genannten Formen.

Diagnose

Eine chronische Entzündung der Nebenhöhlen hält länger als 12 Wochen an und ist häufig auf persistierende Entzündungsprozesse oder eine Allergie zurückzuführen. Polypen in der Nase können die Situation verschlimmern.

Behandlung von Nebenhöhlenentzündungen

Die Behandlung einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) hängt von der Ursache und dem Schweregrad der Beschwerden ab. Ziel ist es, die Symptome zu lindern, die Schleimhäute zu beruhigen, die Belüftung der Nebenhöhlen zu verbessern und Entzündungen nachhaltig zu bekämpfen.

In unserer HNO-Praxis in Wien kombinieren wir bewährte schulmedizinische Verfahren mit unterstützenden Maßnahmen, um eine schnelle und langfristige Linderung zu gewährleisten.

Konservative Behandlung: Von Nasensprays bis Antibiotika

Bei akuten Nebenhöhlenentzündungen setzen wir auf eine bewährte medikamentöse Therapie:

So heilt eine Sinusitis schneller ab

Eine regelmäßige Befeuchtung der Nasenschleimhäute ist essenziell, um die Heilung zu unterstützen und die Schleimhaut gesund zu halten. Besonders bei trockener Heizungsluft im Winter oder Klimaanlagen im Sommer neigen die Schleimhäute zu Trockenheit, was Entzündungen begünstigen kann.

Hausmittel gegen Nebenhöhlenentzündungen

Hausmittel können die schulmedizinische Behandlung sinnvoll ergänzen. Insbesondere bei leichteren Beschwerden oder als zusätzliche Maßnahme sind sie effektiv:

Biologika: Die Game-Changer in der Sinusitis-Therapie

In den letzten Jahren haben Biologika wie Dupixent (Dupilumab) und Nucala (Mepolizumab) die Behandlung von schwerer, chronischer Sinusitis mit Nasenpolypen revolutioniert. Diese innovativen Medikamente zielen auf die zugrunde liegenden Entzündungsmechanismen ab, statt nur Symptome zu lindern. Besonders Patient:innen, die trotz konservativer Therapie und mehrfacher operativer Eingriffe weiterhin unter entzündeten Nebenhöhlen, chronischer Sinusitis und Nasenpolypen leiden, können von diesen Biologika profitieren. 

Biologika wie Dupixent und Nucala sind somit echte „Game-Changer“ in der Behandlung von hartnäckigen Nasennebenhöhlenentzündungen. Sie ermöglichen es, den Entzündungsprozess an seiner Wurzel zu bekämpfen, statt lediglich Symptome zu maskieren. Diese zielgerichteten Therapien verbessern die Lebensqualität von Patient:innen erheblich, indem sie häufige Rückfälle, Krankenhausaufenthalte und die Abhängigkeit von Kortison reduzieren.

Chronische Sinusitis und Polypen: Wenn konventionelle Therapie nicht ausreicht

Bei einer chronischen Sinusitis oder bei ausgeprägten Nasenpolypen reicht eine konservative Behandlung manchmal nicht aus. Insbesondere bei resistenten Verläufen, bei denen Polypen die Belüftungswege blockieren, kann ein minimal-invasiver, endoskopischer Eingriff notwendig werden. Durch eine Polypenentfernung (FESS – Functional Endoscopic Sinus Surgery) lassen sich die anatomischen Verhältnisse verbessern, sodass Schleim wieder abfließen kann und Entzündungen seltener auftreten. Auch hier gilt: Die Behandlung der Nebenhöhlenentzündung ist individuell, und unser Ziel ist es, Ihren Alltag nachhaltig zu erleichtern.

Individuelle Therapie für bessere Lebensqualität

Ob akute Nasennebenhöhlenentzündung, chronische Sinusitis, Stirnhöhlenentzündung oder resistente Polypenbildung – in unserer HNO-Praxis in Wien-Floridsdorf setzen wir auf eine umfassende Diagnostik, moderne Behandlungsstrategien und innovative Biologika, um Ihnen langfristig Erleichterung zu verschaffen. Gemeinsam erarbeiten wir ein maßgeschneidertes Konzept, das von klassischen Maßnahmen bis zu neuartigen Therapien mit Biologika wie Dupixent oder Nucala reicht. Vertrauen Sie auf unsere Expertise und lassen Sie sich beraten, damit wir Ihre Sinusitis-Behandlung individuell optimieren können.

Wann sollte man mit einer Nasennebenhöhlenentzündung zum HNO-Arzt?

Wenn Ihre Beschwerden länger als 10 Tage andauern, die Nase dauerhaft verstopft bleibt, der Geruchssinn nachlässt oder starke Gesichtsschmerzen auftreten, sollten Sie eine fachärztliche Abklärung nicht aufschieben. Eine frühzeitige Diagnose verhindert Komplikationen und gibt Ihnen die Möglichkeit, von den vielfältigen Therapieoptionen – von konservativen Ansätzen über Hausmittel bis hin zu Biologika wie Dupixent und Nucala – zu profitieren.

Bei einer Behandlung bei Nebenhöhlenentzündung, ob akut oder chronisch, gilt: Je individueller und ganzheitlicher die Therapie, desto nachhaltiger der Erfolg.

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Vorbeugende Maßnahmen

Zur Vorbeugung einer Sinusitis ist eine gesunde Nasenschleimhaut von großer Bedeutung, da sie eine Barriere zur Außenwelt darstellt. Sie wärmt, reinigt und befeuchtet täglich Tausende Liter Luft im Bereich der Nase und der Nasennebenhöhlen.

Häufig stellen Patienten unserem HNO-Experten Dr. Edlinger die Frage: Kann man verhindern, dass eine Sinusitis immer wieder auftritt? Die Antwort lautet: Ja, Nasennebenhöhlenentzündungen kann man vorbeugen!

Hier sind einige Vorsichtsmaßnahmen, die Sie ergreifen können:

Häufige Fragen rund ums Thema Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis):

Was sind typische Symptome einer Nebenhöhlenentzündung?

Typische Anzeichen für eine Entzündung der Nasennebenhöhlen sind eine verstopfte Nase, hartnäckiger Schleimausfluss, Kopfschmerzen, Druckgefühle oder Schmerzen im Gesicht und gelegentlich Fieber. Auch das Gefühl, „nicht richtig durchatmen zu können“, gehört zu den häufigen Symptomen einer Sinusitis.

Bei einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung können abschwellende Nasensprays, Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol zur Linderung von Schmerzen und Schwellungen hilfreich sein. Inhalationen und eine Nasenspülung mit isotonischer Kochsalzlösung können ebenfalls die Symptome lindern. In einigen Fällen kann Ihr HNO-Arzt oder Ihre HNO-Ärztin auch Antibiotika verschreiben, insbesondere wenn die Entzündung durch Bakterien verursacht wird. Ruhe und ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind ebenfalls wichtig, um den Heilungsprozess zu unterstützen. Bei anhaltenden oder schweren Symptomen sollten Sie sich in ärztliche Behandlung begeben, um eine angemessene Therapie zu erhalten und mögliche Komplikationen zu vermeiden.

Die Entzündung selbst ist nicht direkt ansteckend. Häufig wird sie jedoch durch Viren ausgelöst, die auch für Erkältungen verantwortlich sind – und diese können über Tröpfcheninfektion übertragen werden. Wer engen Kontakt zu erkrankten Personen hat, kann sich daher mit den Erkältungsviren anstecken und infolgedessen ebenfalls eine Nasennebenhöhlenentzündung entwickeln. Eine gute Handhygiene, regelmäßiges Lüften und das Vermeiden engen Kontakts während der akuten Phase können helfen, das Ansteckungsrisiko zu senken.

Um die Nasennebenhöhlen zu befreien, ist es wichtig, den Schleimabfluss zu fördern und die Schleimhäute zu beruhigen. Abschwellende Nasensprays oder Nasentropfen können kurzfristig helfen, die Nasenwege zu öffnen, während Nasenspülungen mit Kochsalzlösung Schleim und Allergene entfernen. Inhalationen mit Wasserdampf oder milden Kräuterauszügen befeuchten die Schleimhäute und erleichtern den Sekretabfluss. Wärme, etwa durch Rotlicht oder warme Kompressen, lindert zusätzlich den Druckschmerz. Halten die Beschwerden länger an oder sind besonders stark, sollte unbedingt ein HNO-Arzt oder eine HNO-Ärztin aufgesucht werden.

Per Definition spricht man von einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), wenn die Beschwerden länger als 12 Wochen nicht ausheilen. Bei einer chronischen Sinusitis oder bei ausgeprägten Nasenpolypen kann es sein, dass eine konservative Therapie nicht ausreicht. In schweren Fällen helfen minimal-invasive Eingriffe (FESS) oder auch moderne Biologika wie Dupilumab und Mepolizumab, die gezielt Entzündungsprozesse hemmen. So lassen sich Beschwerden, Rückfälle und Kortisonbedarf deutlich reduzieren.

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