Schnarchen ist ein weit verbreitetes Phänomen, das nicht nur den Schlaf stört, sondern auch ein Hinweis auf eine schlafbezogene Atmungsstörung wie die obstruktive Schlafapnoe sein kann. Oft werden Betroffene – oder deren Partner:innen – nachts durch die hohe Lautstärke wachgehalten.
Grund für die störenden Geräusche ist, dass Weichteile im Bereich der Atemwege durch die vorbeiströmende Luft zu vibrieren beginnen. Dafür kommen verschiedene Gründe in Frage, oft spielen auch mehrere Ursachen gleichzeitig eine Rolle.
In manchen Fällen ist eine schlafbezogene Atemstörung die Ursache für das Schnarchen. Häufig ist die obstruktive Schlafapnoe (OSA), die ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko darstellen kann.
Bei einer Schlafapnoe kommt es im Schlaf zu wiederholten Atemaussetzern. Der Körper reagiert mit kurzen Weckreaktionen, der Schlaf wird unruhig und wenig erholsam.
Typische Hinweise auf eine Schlafapnoe sind sehr lautes, unregelmäßiges Schnarchen, beobachtete Atemaussetzer, nächtliches Luftschnappen, häufiges nächtliches Aufwachen sowie ausgeprägte Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen oder morgendliche Kopfschmerzen.
Weitere häufige Ursachen für Schnarchen sind zum Beispiel:
Die Frage, ob und wie viel man schnarcht, kann oft am besten eine Person beantworten, mit der man im selben Bett oder Zimmer schläft. Wird das Schnarchen zum Problem, sollte möglichst rasch eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Die Zusammenarbeit zwischen HNO-Ärzt:innen, Schlafmediziner:innen und anderen Fachbereichen ist oftmals die effektivste Methode, um Schnarchen nachhaltig zu behandeln. Dabei sollten auch Lebensstilfaktoren, wie Übergewicht oder Stress, berücksichtigt werden, um eine umfassende und langfristig erfolgreiche Therapie zu gewährleisten.
Der HNO-Arzt (Hals-Nasen-Ohren-Arzt) oder die HNO-Ärztin ist in den meisten Fällen die erste Wahl bei Schnarchproblemen. Er/sie kann die oberen Atemwege gründlich untersuchen und herausfinden, ob anatomische Veränderungen oder Schleimhautprobleme vorliegen.
Anhand einer HNO-ärztlichen Untersuchung (wie beispielsweise Nasenendoskopie oder Kehlkopfspiegelung) lässt sich häufig schnell erkennen, ob eine operative oder konservative Therapie infrage kommt. Häufige Ansätze sind etwa eine Polypenentfernung, das Begradigen der Nasenscheidewand oder der Einsatz von abschwellenden Nasentropfen.
Neben dem Besuch bei HNO-Spezialist:innen kann auch eine schlafmedizinische Untersuchung und eine lungenfachärztliche Abklärung empfehlenswert sein, etwa wenn der Verdacht auf eine Schlafapnoe besteht.
Eine weitere objektivierende schlafmedizinische Untersuchung (Schlaflabor) ist bei Verdacht auf eine schlafbezogene Atemstörung, wie etwa der obstruktiven Schlafapnoe (OSAS), sinnvoll.
Gerne können wir für Sie eine Schlafuntersuchung planen bzw. eine ambulante Untersuchung bei Ihnen durchführen. Diese ambulante Schlafuntersuchung wird als Polygraphie bezeichnet – detaillierte Informationen dazu finden Sie weiter unten.
Zeigt die HNO-ärztliche Untersuchung, dass Ihr Schnarchen möglicherweise mit Atemaussetzern (Apnoen) verbunden ist, kann eine Schlaflabor-Untersuchung notwendig sein. Dabei wird Ihr Schlafverhalten unter kontrollierten Bedingungen analysiert. Besteht der Verdacht auf eine obstruktive Schlafapnoe (OSA), bei der es zu wiederholten Atemstillständen kommt, empfiehlt sich eine schlafmedizinische Abklärung.
Tipp: Sprechen Sie Ihren HNO-Arzt oder ihre HNO-Ärztin unbedingt auf eventuelle Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder nächtliche Atemaussetzer an. Diese Hinweise können die Behandlung maßgeblich beeinflussen.
Schnarchen kann nicht nur den nächtlichen Schlaf stören, sondern auch langfristig die Herz-Kreislauf-Gesundheit beeinträchtigen.
Wer regelmäßig unter Tagesschläfrigkeit, Erschöpfung oder Kopfschmerzen leidet, sollte frühzeitig eine:n HNO-Spezialist:in aufsuchen. Eine rechtzeitige Behandlung sorgt für bessere Lebensqualität und minimiert gesundheitliche Risiken.
Die Polygraphie wird auch als Schlaf-Polygraphie oder ambulante Polygraphie bezeichnet. Dabei handelt es sich um einen medizinischen Test, der zur Überwachung und Aufzeichnung von verschiedenen Körperfunktionen während des Schlafs verwendet wird. Die Polygraphie wird oft zur Diagnose von Schlafstörungen wie Schlafapnoe eingesetzt.
Im Gegensatz zur Polysomnographie, bei der die Patient:innen in einem Schlaflabor überwacht werden, kann die Polygraphie mittels eines tragbaren Geräts bequem zu Hause durchgeführt werden. Die aufgezeichneten Daten werden dann von einem/einer Schlafmediziner:in oder einem/einer Spezialist:in für Schlafstörungen ausgewertet, um eine genaue Diagnose zu stellen und geeignete Behandlungsempfehlungen zu geben.
Die Polygraphie misst und zeichnet verschiedene Parameter auf, darunter:
Ein ambulantes Schlafscreening können Sie zum Beispiel bei Dr. Simon Geisler im MEDamMarkt Ärztezentrum durchführen lassen.
Die Kosten für eine Polygraphie variieren je nach Aufwand und Umfang der Abklärung. In der Regel liegen sie zwischen 150 und 250 Euro, wobei abhängig von der Versicherungssituation eine Erstattung durch Ihre Krankenkasse bzw. Ihre Privatversicherung möglich ist.
Nähere Informationen erhalten Sie zum Beispiel gerne durch das Team des MEDamMarkt Ärztezentrums unter 019974375 oder unter www.medammarkt.at.
Vor der Durchführung der ambulanten Polygraphie gibt der Arzt/die Ärztin Anweisungen zur Vorbereitung. Dazu kann gehören, bestimmte Medikamente zu vermeiden und Alkohol oder koffeinhaltige Getränke am Tag der Untersuchung nicht zu konsumieren.
Für die Polygraphie erhalten Patient:innen ein tragbares Gerät, das sie mit nach Hause nehmen. Dieses Gerät umfasst verschiedene Sensoren, die an den Körper angeschlossen werden. Typischerweise umfasst dies:
Der Patient oder die Patientin wird angewiesen, das Gerät vor dem Schlafengehen anzulegen und während der gesamten Schlafzeit zu tragen.
Nachdem der Patient/die Patient:in mit dem Gerät geschlafen hat, bringt er/sie es zurück zur Auswertungsstelle.
Die aufgezeichneten Daten werden von einem Schlafmediziner analysiert, um Anzeichen von Schlafstörungen, insbesondere von Schlafapnoe, zu identifizieren.
Ambulantes Schlafscreening bietet mehrere Vorteile:
Die ambulante Polygraphie ist ein wertvolles Instrument zur Diagnose von Schlafstörungen. Sie ermöglicht eine komfortable und genaue Überwachung wichtiger Schlafparameter in der vertrauten Umgebung des eigenen Zuhauses. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse können dann zur Entwicklung eines effektiven Behandlungsplans für Schlafstörungen genutzt werden.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Schnarchen zu behandeln. Je nach Ursache kommen allgemeine Verhaltensmaßnahmen bis zu Operationen in Frage.
Es gibt einige Maßnahmen, die Sie selbst setzen können, um Schnarchen zu vermeiden oder zu reduzieren:
Zu den Therapieoptionen zählen auch verschiedene operative Möglichkeiten, unter anderem die Implantation eines Zungenschrittmachers. Ein Zungenschrittmacher erhöht die Grundspannung der Zungenmuskulatur, wodurch es zu einer Erweiterung der Rachenenge kommt. Atemaussetzer können damit gezielt reduziert werden. Diese Operationen werden in Zentren, wie etwa dem AKH Wien, angeboten. Ihre HNO-Praxis in Wien-Floridsdorf berät Sie gerne!
Schnarchen, auch Rhonchopathie genannt, ist ein lautes Atemgeräusch, das einige schlafende Menschen erzeugen. Es wird durch vibrierende Weichteile im Bereich der oberen und mittleren Atemwege verursacht: Vorbeiströmende Atemluft kann das Gewebe in Vibrationen versetzen, sodass das typische Schnarchgeräusch entsteht. Mit steigendem Alter tritt Schnarchen häufiger auf.
Gelegentliches Schnarchen ist oft harmlos. Wird man selbst oder der Bettpartner durch den hohen Geräuschpegel gestört, kann das allerdings die Schlafqualität negativ beeinflussen. Regelmäßiges oder sehr lautes Schnarchen kann auch auf ernstzunehmende Erkrankungen wie die obstruktive Schlafapnoe (OSA) hindeuten: Dabei kommt es im Schlaf zu wiederholten Störungen der Atmung – von deutlichen Atemfluss-Abnahmen bis hin zu Atempausen, was schwerwiegende Folgen haben kann. Deshalb sollte Schnarchen ärztlich abgeklärt werden.
Ein Arztbesuch ist sinnvoll, wenn das Schnarchen sehr laut oder störend ist, Sie unter Tagesmüdigkeit, Konzentrationsproblemen oder Kopfschmerzen leiden oder der Verdacht auf nächtliche Atemaussetzer besteht. Im Zweifelsfall sprechen Sie Ihren HNO-Arzt oder Ihre HNO-Ärztin einfach auf Ihre Beschwerden an.
Bei HNO21 können Sie einen Termin einfach online vereinbaren.
Schnarchen kann durch viele Faktoren verursacht werden. Zu den häufigsten Ursachen gehören:
Die erste Anlaufstelle bei Schnarchen ist der HNO-Arzt oder die HNO-Ärztin. Er/sie beurteilt die anatomischen Strukturen der oberen Atemwege und erkennt mögliche Probleme und Ursachen für das Schnarchen. Je nach Ursache und Schweregrad des Schnarchens kann auch ein Austausch mit anderen Fachrichtungen sinnvoll sein, zum Beispiel:
Wenn das Schnarchen zur Belastung wird, ist der HNO-Arzt oder die HNO-Ärztin der richtige Ansprechpartner. In der Ordination erfolgt eine genaue Anamnese, ggf. auch mit Einbeziehung des Partners. Der/die HNO-Spezialist:in sucht im Rahmen der Untersuchung gezielt nach Engstellen im Bereich der oberen und mittleren Luftwege. Zu diesen zählen unter anderem ein Schiefstand der Nasenscheidewand, vergrößerte Gaumenmandeln (Tonsillen) oder auch ein vergrößerter Zungengrund. Bei Bedarf erfolgt eine ambulante Schlafuntersuchung (Polygraphie) oder Überweisung ins Schlaflabor.
Eine ambulante Polygraphie ist eine Form der Schlafuntersuchung, die außerhalb eines Schlaflabors stattfindet. Ein kleines Gerät zeichnet verschiedene Körperfunktionen während des Schlafes auf, darunter Atemfrequenz, Herzfrequenz, Blutsauerstoffgehalt und Körperlage. Das Ziel ist es, Auffälligkeiten festzustellen, die auf Schlafstörungen hinweisen könnten. Die aufgezeichneten Daten werden durch eine:n Schlafmediziner:in ausgewertet.
Je nach Ursache kommen verschiedene Behandlungsansätze in Frage, zum Beispiel Lebensstiländerungen (Gewichtsabnahme, Vermeidung von Alkohol und Rückenlage), eine medikamentöse Therapie oder auch operative Eingriffe (Entfernung der Rachenmandeln, Nasenscheidewandkorrektur, Implantation eines Zungenschrittmachers bei schwerer Schlafapnoe). Ein Besuch beim HNO-Arzt oder der HNO-Ärztin gibt Aufschluss über die Ursache für das Schnarchen sowie die optimale Therapie im individuellen Fall.
Je nach Ursache für das Schnarchen kann man auch selbst etwas dagegen tun. Es kann zum Beispiel hilfreich sein, Alkohol und Schlafmittel sowie schwere Mahlzeiten am Abend zu vermeiden, auf Nikotin zu verzichten, nicht in Rückenlage zu schlafen und auf eine freie Nasenatmung zu achten. Bei Übergewicht sollte dieses reduziert werden. Auch die Stärkung der Mundbodenmuskulatur kann sinnvoll sein. Unterkieferschienen und Nasenspangen können geringe Abhilfe leisten. Die Abklärung einer möglichen Nasenatmungsbehinderung ist empfehlenswert.