Vergrößerte Rachenmandeln treten häufig bei Kindern auf – der Hals-Nasen-Ohren-Arzt behandelt die Vergrößerungen.
Rachenmandeln (Adenoide) sind lymphatisches Gewebe im Nasenrachenraum, spielen vor allem im Kindesalter eine wichtige Rolle im Immunsystem und können sich bei Infekten oder Allergien vergrößern.
Vergrößerte Rachenmandeln behindern die Nasenatmung, führen zu Schnarchen, Schlafstörungen, häufigen Infekten und Mittelohrentzündungen – mit möglichen Auswirkungen auf das Hörvermögen und die Sprachentwicklung von Kindern.
Zur Behandlung vergrößerter Rachenmandeln kommen konservative Maßnahmen wie Nasen- oder Cortisonsprays infrage.
Auch eine Adenotomie (operative Entfernung der Rachenmandeln) kann sinnvoll sein. Die Operation wird in unserem HNO-Zentrum 1210 Wien angeboten.
So wichtig Rachenmandeln auf der einen Seite für das Abwehrsystem auch sind, bergen sie gewisse Risiken: Bei manchen Kindern vergrößern sie sich durch häufige Infektionen oder Allergien. Dadurch können verschiedene gesundheitliche Probleme verursacht werden.
Vergrößerte Rachenmandeln führen bei Kindern zu erheblichen Beeinträchtigungen. Durch ihre Nähe zur Nasenhöhle beeinflussen Rachenmandeln die Nasenatmung. In der Folge atmen betroffene Kinder vermehrt durch den Mund – mit weitreichenden Folgen.
Die Nase übernimmt wesentliche Aufgaben bei der Reinigung, Befeuchtung und Erwärmung der Atemluft. Tritt Mundatmung chronisch oder über einen längeren Zeitraum hinweg auf, wird der Alltag von Kindern massiv beeinträchtigt, und folgende Symptome sind zu beobachten:
Die Nase hat die Aufgabe, die eingeatmete Luft zu filtern, zu befeuchten und zu erwärmen, bevor sie in die Lunge gelangt. Wird durch den Mund geatmet, werden diese wichtigen Funktionen umgangen und es kommt es zu einer geringeren Effizienz der Atemwege.
Bei Mundatmung strömt die Luft direkt an den Schleimhäuten vorbei und trocknet diese aus. Dies kann zu unangenehmem Mundgeruch und einer allgemein schlechten Mundgesundheit führen.
Mundatmung kann zu Schnarchen und Schlafapnoe führen. Dies beeinträchtigt die Schlafqualität und führt langfristig zu Gesundheitsproblemen.
Wenn Kinder über einen längeren Zeitraum durch den Mund statt durch die Nase atmen, kann dies das Wachstum und die Entwicklung der Gesichts- und Mundstrukturen beeinträchtigen. Dies kann zu Zahnfehlstellungen und anderen orthopädischen Problemen führen.
Da die Nase dazu dient, schädliche Partikel und Krankheitserreger aus der Luft zu filtern, sind Kinder, die häufig durch den Mund atmen, oft anfälliger für Infektionen der Atemwege.
Mundatmung während des Sports beeinträchtigt die körperliche Leistungsfähigkeit, da sie die Sauerstoffaufnahme verringert.
Rachenmandeln können das Hörvermögen von Kindern massiv beeinträchtigen. Im hinteren Bereich der Nasenhöhle – dem Nasenrachenraum – mündet die sogenannte Tuba Eustachii (Ohrtrompete) ins Mittelohr. Diese etwa 3,5 cm lange Eustachi-Röhre ist essenziell für eine ausreichende Belüftung des Mittelohres. Befinden sich die adenoiden Vegetationen bei Kindern vor der Öffnung der Tuba Eustachii, kann es zu Belüftungsstörungen des Mittelohres kommen. Dies führt dann unter Umständen zu:
Eltern sollten bei Verdacht auf eine eingeschränkte Hörfähigkeit ihrer Kinder folgende Warnsignale beachten und eine HNO-Fachärztin oder einen HNO-Facharzt aufsuchen.
Die gute Nachricht: Vergrößerte Rachenmandeln lassen sich mithilfe moderner diagnostischer Verfahren rasch erkennen und erfolgreich behandeln. Ist der Befund eindeutig, empfiehlt die HNO-Ärztin oder der HNO-Arzt – je nach Ausprägung und Beschwerdebild – eine geeignete Therapie.
Dies führt zu einer Verbesserung der Nasenatmung und einer Verringerung der mit der Erkrankung verbundenen Symptome. Cortisonspray zielt im Nasenrachen direkt auf das betroffene Gebiet und ermöglicht eine effiziente Reduzierung der Entzündung – ohne die systemischen Nebenwirkungen, die mit oralen Kortikosteroiden verbunden sein können. Dennoch muss eine Behandlung mit Cortison stets fachärztlich überwacht werden.
Die Dosierung und Anwendungsdauer von Cortisonspray hängen vom Alter unserer Patient:innen und dem Schweregrad der Symptome ab. Es ist wichtig, dass Kinder, die Cortisonspray verwenden, engmaschig überwacht werden, um Nebenwirkungen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Mögliche Nebenwirkungen können sein:
Wenn konservative Behandlungsmethoden nicht ausreichen, kann eine chirurgische Entfernung der Wucherungen in Betracht gezogen werden. Die Operation, bekannt als Adenotomie, ist ein relativ einfacher und sicherer chirurgischer Eingriff, der bei Kindern häufig durchgeführt wird.
Eine Adenotomie dauert ca. 30 Minuten und wird unter Narkose durchgeführt. Während der Operation werden die vergrößerten Adenoide entfernt. In der Folge werden die Atemwege befreit, der allgemeine Gesundheitszustand verbessert sich und das Risiko von Mittelohrentzündungen nimmt ab.
In den meisten Fällen können die Kinder am selben Tag der Operation nach Hause zurückkehren und ihre normalen Aktivitäten innerhalb weniger Tage wieder aufnehmen.
Es ist jedoch wichtig, die postoperative Nachsorge zu befolgen und regelmäßig Nachuntersuchungen durchzuführen, um sicherzustellen, dass das Gewebe nicht wieder anschwillt oder andere Komplikationen auftreten.
Adenoide – auch als Rachenmandeln bekannt – sind lymphatisches Gewebe im Nasenrachenraum, das besonders bei Kindern aktiv ist. Sie spielen eine zentrale Rolle im Immunsystem und helfen, Krankheitserreger aus der Atemluft abzuwehren. Bei wiederkehrenden Infekten oder Allergien können sie sich jedoch vergrößern, entzünden und gesundheitliche Probleme verursachen.
Häufige Anzeichen für vergrößerte Adenoide (umgangssprachlich auch „Polypen“ genannt) sind: eine dauerhaft verstopfte Nase, Schnarchen und Atemschwierigkeiten beim Schlafen, vermehrte Mundatmung und häufige Mittelohrentzündungen. Auch Hörprobleme bei Kindern können auf eine Beeinträchtigung durch vergrößerte Rachenmandeln hinweisen und die Sprachentwicklung beeinflussen.
Eine Adenotomie (Entfernung der Rachenmandeln/„Polypen”) wird empfohlen, wenn konservative Maßnahmen wie Cortison-Nasensprays oder abschwellende Mittel keine ausreichende Besserung bringen. Besonders bei wiederholten Mittelohrentzündungen, Hörminderung, ausgeprägten Atemproblemen oder Schlafapnoe ist eine Operation oft die wirksamste und nachhaltigste Lösung.
Ja, in bestimmten Fällen kann eine Behandlung mit Cortison-Nasenspray helfen, die Adenoide zu verkleinern und Symptome wie Nasenatmungsprobleme und Schnarchen zu lindern. Diese Therapieform ist besonders dann sinnvoll, wenn noch keine chronischen Beschwerden vorliegen oder ein operativer Eingriff vermieden werden soll. Die Anwendung sollte jedoch ärztlich begleitet werden.
Die Adenotomie erfolgt in der Regel unter Vollnarkose und dauert meist weniger als 30 Minuten. Die Rachenmandeln werden dabei durch den Mund entfernt, ohne äußere Schnitte. Nach dem Eingriff können Patient:innen meist noch am selben Tag nach Hause gehen. Die vollständige Genesung dauert etwa eine Woche, in der körperliche Schonung empfohlen wird.