Typischerweise sind virale oder bakterielle Infektionen der oberen und mittleren Luftwege die Ursache für Halsschmerzen.
Abhängig von der betroffenen Region kann eine virale oder bakterielle Entzündung den Nasenrachen (Adenoiditis), den Rachen (Pharyngitis), die Mandeln (Tonsillitis), die Seitenstränge (Angina lateralis) oder den Kehlkopf (Laryngitis) betreffen. Eine gleichzeitige Infektion mehrerer Organregionen ist möglich.
Halsschmerzen sind auch ein typisches Symptom von Scharlach – alle Informationen dazu finden Sie hier.
Doch wichtig ist: Nicht jeder Halsschmerz steht im direkten Zusammenhang mit einem Infekt und der damit klassischen viralen oder bakteriellen Entzündung von Hals und/oder Rachen! Auch andere Ursachen, zum Beispiel eine Refluxkrankheit oder eine Allergie, können dahinterstecken.
Ihr Hals-Nasen-Ohrenarzt oder Ihre Hals-Nasen-Ohrenärztin kann Ihnen bei hartnäckigen Beschwerden weiterhelfen, gemeinsam mit Ihnen der Ursache auf den Grund gehen und eine effektive Lösung finden.
Es gibt einige Selbsthilfe-Maßnahmen, die Halsschmerzen lindern können. Wichtig: Wenn Ihre Halsschmerzen länger andauern, sich Ihre Beschwerden verschlimmern oder sehr stark sind, sollten Sie unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Grundsätzlich sind Halsschmerzen meist harmlos und klingen auch ohne ärztliche Hilfe ab. Unter bestimmten Voraussetzungen sollte aber ein HNO-Arzt oder eine HNO-Ärztin aufgesucht werden:
Zusätzlich zu Entzündungen können Halsschmerzen als Symptom bei unterschiedlichsten Erkrankungen auftreten. Auch diese sollten abgeklärt werden. Ihr HNO-Arzt oder Ihre HNO-Ärztin kann Ihnen behilflich sein!
Die Therapie von milden und starken Halsschmerzen besteht vor allem in der Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung. Da die Ursachen vielfältig sind, ist das Therapiespektrum sehr breit und kann von einfachen pflegenden Maßnahmen bis hin zu operativen Eingriffen reichen.
Vor allem bei wiederkehrenden Entzündungen empfiehlt sich eine weiterführende Abklärung. Ihr HNO-Arzt oder Ihre HNO-Ärztin kann Ihnen dabei behilflich sein und in vielen Fällen rasch eine Linderung der Beschwerden herbeiführen.
Hinter Beschwerden wie Halsschmerzen und Schluckbeschwerden kann auch ein Reflux stecken.
Reflux, auch als gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) bezeichnet, ist ein Zustand, bei dem Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt und Symptome wie Sodbrennen, saures Aufstoßen, Brustschmerzen und Husten verursachen kann.
Hier sind einige Tipps zur Selbsthilfe bei Reflux und refluxbedingten starken Halsschmerzen:
Im Allgemeinen gilt: Wichtig ist eine Stärkung des Immunsystems.
Unser Immunsystem ist ein komplexes System, welches über den gesamten Körper verteilt ist und uns nicht nur vor starken Halsschmerzen schützen möchte. Es besteht aus einem angeborenen und einem erworbenen Teil. Wieso wir öfter krank werden, steht somit teilweise schon ab der Geburt fest und ist zu einem Teil auch ein Lernprozess.
Diese zwei Systeme arbeiten Hand in Hand und stehen im ständigen Austausch. Das angeborene System ist in der Lage, den Großteil der Erreger innerhalb weniger Stunden unschädlich zu machen, hingegen lernt unsere erworbene Immunabwehr erst durch die direkte Auseinandersetzung mit bestimmten Erregern laufend dazu. Ohne Erreger gibt es auch keinen Lerneffekt für unser Immunsystem!
Unser Immunsystem wehrt tagtäglich unzählige Erreger ab, reguliert unsere körpereigene Bakterienflora, unterstützt den Wiederaufbau von geschädigtem Gewebe und leistet „wartungsfrei“ täglich Schwerstarbeit. Ist unser Abwehrsystem einmal überfordert, kann dies negative und unangenehme Folgen mit sich bringen.
Hier sind einige Tipps zur Selbsthilfe bei Reflux und refluxbedingten starken Halsschmerzen:
Lesen Sie meinen Artikel zu diesem Thema in der Ärzte Krone!
Halsschmerzen sind in den meisten Fällen harmlos und klingen innerhalb weniger Tage ab. Trotzdem sollte man einen Arzt aufsuchen, wenn die Schmerzen sehr stark sind, einseitig auftreten oder mit hohem Fieber, geschwollenen Lymphknoten oder starken Schluckbeschwerden einhergehen. Auch bei anhaltender Heiserkeit, kloßiger Sprache, eingeschränkter Mundöffnung oder tastbaren Veränderungen am Hals ist ein Arztbesuch zur Abklärung empfehlenswert. Bei HNO21 können Sie einen Termin einfach online unter diesem Link vereinbaren.
Meistens sind virale oder bakterielle Infektionen der oberen Atemwege die Ursache für Halsschmerzen, zum Beispiel eine Rachenentzündung (Pharyngitis), Mandelentzündung (Tonsillitis), Kehlkopfentzündung (Laryngitis) oder Seitenstrangangina (Angina lateralis). In manchen Fällen liegt die Ursache aber nicht in einem Infekt – auch ein Reflux, Allergien oder eine Überlastung der Stimme können Halsschmerzen auslösen.
Wie Halsschmerzen am besten behandelt werden, kommt auf deren Ursache an. Bei leichten Entzündungen helfen Schonung und Pflege, zum Beispiel mit speziellen Tees, regelmäßigem Gurgeln oder Lutschbonbons. Halstabletten können die Schmerzen lindern. Bei bakteriellen Infektionen kann eine Antibiotikabehandlung notwendig sein. In bestimmten Fällen kann auch ein operativer Eingriff angezeigt sein, etwa bei chronisch entzündeten Rachenmandeln. Ein Besuch beim HNO-Arzt gibt Aufschluss über die Ursachen der Halsschmerzen sowie die optimale Therapie.
Warme Tees, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Halswickel und Inhalationen können die Schleimhäute beruhigen. Halstabletten mit beruhigenden Wirkstoffen lindern den Schmerz. Gurgeln mit Salzwasser wirkt entzündungshemmend. Wichtig ist zudem, die Stimme zu schonen und Rauch zu vermeiden.
Ein starkes Immunsystem ist die beste Vorsorge. Dazu gehören gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung sowie eine gute Luftfeuchtigkeit – besonders im Winter. Vitamine wie C und D sowie Zink unterstützen die Immunabwehr. Zudem sollte direkter Kontakt mit Rauch, kalter Luft oder Schadstoffen gemieden werden.
Bei Reflux sollten betroffene Lebensmittel wie Schokolade, Kaffee, Alkohol und fettige Speisen vermieden werden. Kleine Mahlzeiten, Schlafen mit erhöhtem Oberkörper und Stressabbau sind ebenfalls hilfreich. In manchen Fällen kommen Medikamente wie Protonenpumpenhemmer zum Einsatz – allerdings nur nach ärztlicher Abklärung.