Speichelstein (Speichel­drüsenstein):

Ursachen & Behandlung von Speichelsteinen

Das Wichtigste zu Speicheldrüsensteinen in Kürze

  • Speichelsteine (Sialolithen) sind kleine, kalkreiche Steinchen in den Ausführungsgängen oder Speicheldrüsen – am häufigsten in der Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis), seltener in der Ohrspeicheldrüse (Glandula parotidea). Sie bleiben oft lange unbemerkt und können sich manchmal von selbst lösen.
  • Wenn ein Stein den Speichelfluss bzw. -abfluss blockiert, kommt es leicht zu Schmerzen und Schwellungen. Durch den Speichelstau, in dem sich Bakterien gut vermehren können, kann es zu einer Speicheldrüsenentzündung (Sialadenitis) oder Entzündung des Speichelgangs (Sialodochitis) kommen.
  • Die Behandlung von Speichelsteinen richtet sich nach deren Größe und Lage: die Optionen reichen von speichelfördernden Maßnahmen und Drüsenmassage bis zur Sialendoskopie oder Stoßwellentherapie. Bei deutlichen Entzündungszeichen kann die Gabe eines Antibiotikums notwendig sein.

Was ist ein Speichelstein?

Oft bleiben Speichelsteine lange Zeit beschwerdefrei und unentdeckt. Sie können auch von selbst den Weg nach draußen finden.

Es kann aber auch leicht zu einer Entzündung der Speicheldrüse (Sialadenitis) oder des Speichelgangs (Sialodochitis) kommen. Dies passiert, wenn Speichelsteine auf dem Weg von ihrem Bildungsort in Richtung Ausführungsgang stecken bleiben und Speichel aufgestaut wird. In diesem aufgestauten Speichel finden Bakterien optimale Bedingungen vor.

Typische Beschwerden, die durch einen Speichelstein hervorgerufen werden können, sind eine dicke und vergrößerte Speicheldrüse und ein eitrig verstopfter Ausführungsgang.

Therapie​

Je nach Größe und Lage des Speichelsteins gibt es sehr gute therapeutische Möglichkeiten. Diese reichen von speichelfördernden Maßnahmen bis zu operativen Speichelsteinentfernungen.

Sehr zu empfehlen bei Speichelsteinen ist die Massage der betroffenen Speicheldrüse. Dabei wird vorsichtig versucht, den Stein in Richtung Drüsenausgang zu massieren. Bei eitrigem Geschmack im Mund oder ausgeprägten Allgemeinsymptomen (unter Umständen auch mit Fieber) kann ein Antibiotikum notwendig werden.

Speichelsteine können auch mittels Stoßwellentherapie oder Sialendoskopie entfernt werden. Ihr Hals-Nasen-Ohren-Arzt Dr. Stefan Edlinger und sein Team bei HNO21 beraten Sie gerne zu den geeigneten Therapieoptionen für Ihr individuelles Beschwerdebild.

Wie entstehen Speichelsteine?

Die Bildung von Speichelsteinen, auch Sialolithiasis genannt, beginnt in der Regel mit Veränderungen in der Zusammensetzung des Speichels oder einer Verengung der Speichelgänge.

Speichel ist für die Mundgesundheit unerlässlich. Er wird von verschiedenen Speicheldrüsen produziert und über kleine Kanäle in die Mundhöhle abgegeben. Wenn der Speichel nicht ausreichend mit Wasser versorgt ist oder hohe Mineralienkonzentrationen wie Kalzium aufweist, können sich kristalline Ablagerungen bilden, die als Speichelsteine bekannt sind.

Es gibt mehrere Faktoren, die zur Bildung von Speichelsteinen beitragen können:

Häufige Fragen rund ums Thema Speichelsteine

Welche Hausmittel helfen gegen Speichelsteine?

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann den Speichel verdünnen und den Abfluss erleichtern. Der Speichelfluss lässt sich durch saure Bonbons oder zuckerfreien Kaugummi anregen. Warme Kompressen von außen und eine vorsichtige Massage der betroffenen Speicheldrüse in Richtung Ausführungsgang können dazu beitragen, den Stein zu lösen. Eine gute Mundhygiene reduziert die bakterielle Belastung. Ein Herauspressen mit starkem Druck ist nicht zu empfehlen.

Eine HNO-ärztliche Abklärung ist sinnvoll bei starken oder wiederkehrenden Beschwerden, deutlicher Schwellung oder Schmerzen, vor allem beim Essen. Ebenfalls sollte abgeklärt werden, wenn ein eitriger Geschmack, Eiteraustritt oder Fieber auftreten. Bei anhaltenden Symptomen über ein bis zwei Tage oder Verdacht auf eine Entzündung ist eine rasche Beurteilung ratsam.

Eine Sialendoskopie, auch Speichelgangendoskopie genannt, ist ein Verfahren zur endoskopischen Untersuchung und Behandlung der Speicheldrüsengänge. Sie wird zum Beispiel zur Diagnose und Behandlung von Speichelsteinen eingesetzt.

Die Prävention von Speichelsteinen beinhaltet eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, eine ausgewogene Ernährung und die Aufrechterhaltung einer guten Mundhygiene. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Betroffene einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren, um die geeignete Behandlungsoption zu besprechen.

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